Glücksnuss die VII.
Bewundere eine Rose, wegen ihrer Schönheit aber vergesse nicht, dass sie Dornen hat.
Leider vergesse ich das viel zu oft. Und jedes mal kommt es aufs selbe hinaus. Wenn der Dorn schon meine erste Hautschicht durchdringt ziehe ich meinen Finger erschrocken zurück, breche den Dorn ab und distanzier mich. Aber anstatt daraus zu lernen mache ich mich auf zur nächsten Rose in der Hoffnung das diese keine Dornen hat und wieder passiert das selbe, denn wo gibt es schon eine Rose ohne Dornen? Das letzte mal das ich meine Rose gestochen hat ist jetzt ein halbes Jahr und 4 Tage her. Der Dorn durchdringe alles, der Schmerz ist immer noch unausstehlich und das Blut tropft weiter aus der klaffenden Wunde. Seit dem Tage mache ich mich auf und breche allen Rosen die Dornen ab, damit ich mich daran nicht verletzen kann. Und für was mein Freund? Das frage ich mich selbst. Anstatt den Rosen nicht so nahe zu kommen, mich von ihnen fern zu halten und sie aus der Ferne zu betrachten, muss ich sie in meinen Händen halten in der Hoffnung das diese ohne Dornen ist. Vielleicht suche ich auch nur zu sehr, und finde sie deshalb nicht. Mir Erkenntnis findet man sie nicht, mit Klarsicht findet man sie nicht, mit Denkgewalt findet man sie nicht. Irgendwann kann ich Absichtlos aussenden sie zu finden, und ich bin mir sicher, sie findet sie.